Uhrmacher Werkzeuge

Uhrmacher Werkzeug:

Uhrmacherwerkzeug Uhrenwerkzeug Uhrenkalender Uhrenbücher Uhrenliteratur Uhrmacherwerkstatt Uhrencenter Uhrenservice Reparatur Angebot Test Sonderangebot günstig billig schnell Expressservice Service Uhren Armbanduhren

Omega Uhren vom Uhrmacher
"Omega", den 24. und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, als Bezeichnung für ein 1894 lanciertes Uhrwerk der Manufaktur von Louis Brandt & Fils zu verwenden, schlug Henri Rieckel, Bankier der Gebrüder Brandt, seinerzeit vor, weil das neue 19linige Kaliber doch den letzten Schrei in der Uhrentechnik verkörpere.

Der Erfolg dieser Idee war überwältigend, denn bald darauf hießen alle Uhren der Manufaktur "Omega" und traten unter diesem Namen zu einem beispiellosen Siegeszug um die Welt an. Doch die Geschichte der Firma ist wesentlich älter als die des Namens Omega.

Im Jahre 1848 gründete der damals 23jährige Louis Brandt an La Chaux-de-Fonds Prachtboulevard Leopold Robert, unmittelbar neben der Bierhalle Terminus, ein "Comptoir d'etablissage", eine Verkaufsstelle für im Lohnauftrag fertiggestellte Uhren, größtenteils Silbertaschenuhren für den englischen Markt.

Ein Jahr nach dem Tode des Vaters, 1880, mieteten die Brüder Louis-Paul und Cesar Brandt in Biel die zweite Etage eines Gebäudes an, um dort einen Fabrikationsbetrieb für Uhren aufzuziehen.

Bereits nach vier Monaten waren die Räumlichkeiten zu klein geworden, und man musste sich auf das gesamte Gebäude ausdehnen, das man schließlich Ende 1880 samt der im Nebengebäude untergebrachten Dampfmaschine kaufen konnte.

1882 kam ein weiteres Gebäude hinzu, eine ehemalige Weberei, und ab 1885 wurden dort die ersten mit einer Ankerhemmung versehenen Kaliber, Bezeichnung "Labrador", produziert.

1894 folgte das bereits erwähnte Kaliber "Omega", das sich durch die problemlose Austauschbarkeit seiner Teile auszeichnete. Im gleichen Jahr erhielten Chronometer der Marke offizielle Gangscheine der Observatorien Neuchatel, Genf und Kew Teddington.

Nur wenige Jahre später, 1902, konnte Omega seinen Kunden die ersten Armbanduhren anbieten. Im Laufe des Ersten Weltkrieges hatten die Omega Uhren dann ihre erste harte Bewährungsprobe zu bestehen: sie wurden 1917 von der britischen Luftwaffe und 1918 von der amerikanischen Armee als Zeitmesser für die Kampfeinheiten ausgewählt.

Einen wichtigen Schritt in der Firmengeschichte brachte das Jahr 1925, in dem mit Paul Tissot zunächst ein technisch kaufmännisches Übereinkommen zwischen Omega und der Uhrenfirma Tissot abgeschlossen wurde, das schließlich 1930 zur Gründung der SSIH mit Sitz in Genf führte.

Paul Tissot, der infolge der Oktoberrevolution den russischen Markt für seine Luxusuhren eingebüßt hatte, brachte neben seiner Firma vorübergehend auch sich selbst als kaufmännischen Direktor Omegas ein. Unter dem Dach der SSIH kamen im Laufe der späteren Jahre und Jahrzehnte folgende weitere Firmen zusammen: Lemania, Rayville (Blancpain), Lanco, Cortebert, Marc Favre, Hamilton sowie verschiedene Roskopfuhren Hersteller (u. a. Buler, Continental).

Entscheidend für den Ruhm Omegas auf dem Gebiet der Sportzeitmessung war dann das Jahr 1932, als die Manufaktur erstmals mit der Zeitnahme bei Olympischen Spielen beauftragt wurde. Siebzehn weitere Olympische Spiele liefen danach unter Verwendung von Omega Uhren ab.

Gleichfalls 1932 entschieden sich der italienische Luftfahrtminister General Italo Balbo und seine 23 Piloten für Omega Armband Chronographen, die sie ein Jahr später anlässlich ihres Fluges Rom Chicago Rom zur Feier des 10.Jahrestages der Machtergreifung Benito Mussolinis trugen.

Weil sich die Chronographen bestens bewährten, avancierte Omega zum Offiziellen Lieferanten der königlich italienischen Luftfahrt.

Im Jahre 1952 wurde das Modell "Constellation" als Armband Chronometer serienmäßig eingeführt und bereits 1960 hatten 20 000 in ununterbrochener Serie gefertigte Uhren das begehrte offizielle Gangzeugnis erhalten.

Fünf Jahre später wählte die NASA die "Speedmaster Professional" als offiziellen Astronauten Armbandchronographen aus. Sie begleitete Neil Armstrong auch am 21. Juli 1969, als er seinen ersten Schritt auf dem Mond tat. Gegenwärtig befindet sich Omega zusammen mit vielen anderen bedeutenden Namen unter dem Dach des SMH Konzerns.

Omega und die Olympiade
Seit 1932 ist Omega auch bei den Olympischen Spielen vertreten. Bei der Olympiade in Los Angeles wird die Zeitmessung einem einzigen Unternehmen anvertraut: Omega. Von nun an ist man offizieller Zeitnehmer auf zehn Sommer- und neun Winterspielen. Für diese Zwecke entwickelt Omega spezielle Apparaturen:

1945 eine tragbare Lichtschranke,
1946 einehochmoderne Fotofinish - Kamera,
1955 eine numerische Anzeigetafel für den Schwimmsport,
1961 einen Zeitmesser für Fernsehübertragungen,
1963 die Kamera Photosprint für Fotoaufnahmen auf der Ziellinie,
1967 die Anschlagtableaus für Schwimmwettkämpfe und
1979 eine Meßeinrichtung, die für die Dauer eines Wettbewerbes simultan die Positionen der Teilnehmer auflistet.

Neben diesen Spezialgeräten entwickelt Omega auch spezielle Uhren, wie z.B. den Quarz-Chronographen für die Olympiade 1976 in Montreal. Er besitzt die ungewöhnlichen Maße: 50 mm Breite, 35 mm Höhe, 13 mm Stärke. Die Zeitanzeige erfolgt analog, während ein Doppelsystem mit LCD Anzeige (Flüssigkristallanzeige) die chronographischen Funktionen bis auf ein Hunderstel genau übernimmt.

Für die Olympiade in Seoul wird 1988 eine limitierte Edition von 999 Seamaster herausgegeben; für Barcelona 1992 präsentiert man die Seamaster mit Zehntelsekunde sowie zwei Goldplaketten an den Bandanstößen, die die Olympischen Ringe und die Namen der Austragungsorte, Albertville und Barcelona, tragen.

1967 kommen vor allem Liebhaber von Taschenuhren, auf ihre Kosten, als Omega einen Schleppzeiger -Goldchronographen mit offiziellem Chronometer-Zertifikat präsentiert. Die Olympic ist ein Kaliber 1311 und weist einen Durchmesser von 67 mm auf.

In den siebziger Jahren beginnt das Wettrennen um die flachste Uhr, und 1980 präsentiert Omega die "Magique" Goldkaliber 1355 mit einer Höhe von 1,48 mm (manche Exemplare) bringen es sogar auf 1,35 mm). Das Modell ist 35 mm lang und 27 mm breit. Das Stimmgabelwerk schwingt mit einer Frequenz von 32768 Hz und ist gegen Stöße und Temperaturschwankungen vakuumgekapselt. Dieses Projekt wird auf den Namen "Dinosaurus" getauft, und für die Präsentation wählt man die magische Zahl "7". Die Uhr wird gleichzeitig in sieben Ländern vorgestellt. 98 ausgesuchte Persönlichkeiten (7X14) wohnten dem Ereignis zeitgleich um 21 Uhr bei, das begleitet wird von einem Abendessen in 7 bekannten Restaurants mit 7 verschiedenen Menues mit 7 Gängen, zubereitet von 7 berühmten Chef de Cuisine, während 7 Schweizer Künstler 7 Kunstwerke kreieren. Mit der Serie "Art" schlägt Omega Ende der Achtziger Jahre eine weitere Brücke zur Kunst. Diese Modelle verfügen über Gehäuse aus hochverdichtetem Saphirstaub, deren Böden mit Werken moderner Künstler dekoriert sind.

1990 realisiert Omega ein ehrgeiziges Projekt und erweckt eine hochwertige Kollektion wieder zum Leben, die Komplikationen "Louis Brandt". Diese Meisterwerke werden in einer limitierten und nummerierten Edition herausgegeben. Eine Automatic, ein Chronograph sowie ein Ewiger Kalender werden in jeweils 150 Exemplaren in 18karätigem Gold als De Luxe- oder Skelett-Version angeboten. Der Verkauf erfolgt nur in den Städten Zürich, Mailand, Paris, München, Düsseldorf, London und New York. Der Ewige Kalender ist mit dem neuen Kaliber 1113 ausgestattet; der Chronograph besitzt ein modifiziertes Kaliber 1155; die Automatic verfügt über ein Kaliber 1110. Alle Werke haben eine Frequenz von 28000 Halbschwingungen je Stunde.

1992 kündigt der SMH-Konzern die Übernahme von Frederic Piguet an, und es wird in Erwägung gezogen, die Louis Brandt mit dem berühmten Piguet Werk auszustatten.

1930 schließen sich Omega und Tissot aufgrund der Wirtschaftskrise zu einer Gesellschaft zusammen, der S.S.I.H. (Societe Suisse pour Industrie Horlogere). Initiator dieser Fusion ist Paul Tissot, der auch Geschäftsführer bei Omega ist.

1932 tritt ebenfalls die Manufaktur Lemania der S.S.I.H bei, deren Werke einen ausgezeichneten Ruf genießen. Jedes Unternehmen arbeitet selbständig, während Marketing und Verkauf gemeinsam durchgeführt werden.

1983 kommt es zu einem Zusammenschluss zwischen der S.S.I.H. und der ASUAG (die Allgemeine Schweizerische Uhrenindustrie AG, zu der auch Hersteller von Uhrwerken gehören).

1985 bildet sich schließlich der größte Uhrenkonzern der Welt, die SMH (Societe Suisse de Microelektronique et d'Horlogerie).

Neben den bereits erwähnten Modellen sind das Kaliber 30 mm, das ganze Generationen von Armbanduhren ausgestattet hat, und die Constellation ganz besonders hervorzuheben.